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DFUV - Deutscher Forstunternehmer-Verband e.V.
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Geschichte
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Die Geschichte

Parallel mit der Entwicklung der deutschen Forstunternehmen als Dienstleister für den Waldbesitz, hat es nach dem Krieg schon früh Bemühungen gegeben, die Branche verbandspolitisch zu organisieren. Neben dem gemischt organisierten damaligen Zentralverband Forstindustrie-Forstunternehmen, der ab Mitte der 80er Jahre an Bedeutung verlor und sich später auflöste, hat es bei der damaligen Bundesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaftlicher Lohnunternehmer (BAG) in Bonn einen Forstbeirat gegeben, der die Belange der Forstunternehmer bearbeiten sollte. Der gute Wille allein hat aber nicht genügt, sodass es noch einige Jahre gedauert hat, bis in Niedersachsen 1979 der erste reine Forstunternehmerverband gegründet wurde und von Niedersachsen ausgehend ab 1989 alle anderen Landesverbände und die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAfL) entstanden.
Die ehrenamtliche Verbandsarbeit war Motor und Bremse zugleich, da die gesamte Verbandsarbeit „nebenbei“ verrichtet werden musste. Sehr schwierig war es, das sehr vielschichtige Klientel für berufsständische Ziele zu begeistern. Die Anfangsjahre waren zudem durch eine ablehnende Haltung der damaligen Landesforstverwaltungen geprägt. Erst sehr viel später setzte sich, auch durch eine zunehmende Technisierung, eine andere Haltung durch. Die Organisationen des Privatwaldes waren offener und zur Kooperation bereit. Nicht zuletzt durch die einsetzenden Zertifizierungen wurden die Verbände zunehmend als Partner des Waldbesitzes anerkannt. Ein weiterer Schritt der öffentlichen Anerkennung war die schon früh betriebene Öffentlichkeitsarbeit und die Gründung der Fachzeitschrift Forst & Technik durch die Verbandsarbeit in Niedersachsen.

Zahlen und Fakten

Die Wissenschaft hat schon früh die Bedeutung der Forstunternehmer erkannt. Eine erste wissenschaftliche Untersuchung der Bundesforschungsanstalt in Hamburg-Reinbeck (Dr. von Wendorff) hat 1985-1987 sehr umfangreiche und detaillierte Ergebnisse zu Strukturen, Zahlen und Aufgaben deutscher Forstunternehmer gebracht, die leider aus politischen Gründen nicht veröffentlicht wurden. Mit den Arbeitsbedingungen haben sich 1999. Dr. Eva Lidèn und Dr. Edgar Kastenholz in einer Studie im Auftrag der IG BAU beschäftigt. Es folgte eine Studie des Institutes für Forstbenutzung in Freiburg (Till Westermayer u. Thomas Brogt), die 2004 Ergebnisse einer quantitativen Erhebung zu allen überbetrieblich tätigen forstlichen Dienstleistungsanbieter veröffentlichte. Zwei sehr umfangreiche regionale Untersuchungen von H.-J. Narjes in Niedersachsen und Dr. Michael Sachse im Freistaat Sachsen haben für diese beiden Bundesländer verlässliche Zahlen gebracht, die bis heute weiter entwickelt werden. Hinzu kommen Erhebungen des ifa-Instituts Göttingen (Prof. Dr. Jacke) ab 2005 für Niedersachsen.

Die Frage nach der Zahl der deutschen Forstunternehmer ist mit der Beschreibung des Berufsbildes stark verbunden. Ernsthafte Erhebungen gehen heute von 2400 bis 3000 hauptberuflichen Profiunternehmen in Deutschland aus.(BMELV 2006: 2910; KWF 2002: 2800; Forstindustrie 2007: höchstens 3000). Mit nahezu 1.800 Mitgliedsunternehmen und rund 10.000 Mitarbeitern stellt der Deutsche Forstunternehmerverband (DFUV) ein berufsständisches Gewicht in der Forstwirtschaft dar. Etwa 80 % der Mitglieds-Unternehmen sind zertifiziert. Das „normale“ Forstunternehmen ist ein Familienbetrieb mit durchschnittlich 5-6 Mitarbeitern als Stammpersonal.

Bundesarbeit

Auf Bundesebene startete die Verbandsarbeit für die Forstunternehmer am 22. Februar 1992, als in Soltau die Bundesarbeitsgemeinschaft der Verbände forstwirtschaftlicher Lohnunternehmer (BAfL) gegründet wurde. Sie wurde am 31. März 2001 in Braunschweig in Deutscher Forstunternehmer-Verband (DFUV) umbenannt. Die Landesverbände sind Mitglieder des Bundesverbandes; Firmen und Organisationen unterstützen und fördern die Verbandsarbeit.

Der DFUV ist Tarifpartner der IG BAU und unter anderem Mitglied im Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR), bei der Arbeitgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR), im Deutschen Zertifizierungsrat des PEFC, im Europäischen Netzwerk der Forstunternehmer (ENFE) und beim KWF.

Zentrale Aufgabe ist die Wahrung der Belange der Forstunternehmer in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Hier wurde in den letzten Jahrzehnten viel erreicht. Hervorzuheben ist besonders die Erarbeitung eines eigenständigen Berufsbildes. So wandelte sich das Bild des Forstunternehmers vom Holzrücker in Notzeiten zum gleichberechtigten Partner des Waldbesitzes. Damit einher ging auch die Förderung einer branchenspezifischen Aus- und Fortbildung und der Kampf um einen Mindestlohn zusammen mit der IG BAU. Weitere Verbandsleistungen kommen den Mitgliedern durch Rahmenverträge sowie durch regelmäßige Fachinformationen und Öffentlichkeitsarbeit zugute.

Aktuelle Probleme

Der immer schon scharfe Wettbewerb der Unternehmen scheint aktuell noch härter geworden zu sein; Stichworte wie „ruinöser Preiskampf“ und „Dumpingangebote“ fallen häufig. Demnach agieren einige Unternehmen mit nicht kostendeckenden Angeboten, um Fixkosten und Ratenkredite für Maschinen zu bedienen. Unklare oder fehlende Leistungsbeschreibungen in den Ausschreibungen der Landesforstbetriebe verstärken laut Nachrichten aus den Unternehmen diese Effekte. Die Wirtschaftskrise Ende 2008 bis Anfang 2010, der schwache Holzmarkt über Jahrzehnte hinweg und grenzüberschreitende Aktivitäten ausländischer Unternehmen mit z. T. anderen Wettbewerbsvoraussetzungen verschärften die Lage ebenso, wie der Rationalisierungsdruck, bestehende Überkapazitäten und der Konzentrationsprozess in der Forst- und Holzwirtschaft.

Zur Marktanpassung werden Wachstum und Professionalisierung, Spezialisierung und Kooperationen mit anderen Unternehmen diskutiert. Kennzeichen vieler Forstunternehmen ist ein hoher Regionalbezug. In einer Studie aus NRW stufen 90 % der befragten Unternehmer die Nähe zum Kunden und zum Arbeitsplatz Wald als sehr wichtig ein, woraus eine hohe Abhängigkeit von der regionalen Nachfrage resultiert. Wenige Unternehmen sind national tätig. Auf die Berücksichtigung auswärtiger Konkurrenten reagieren viele Unternehmer mit Unverständnis, doch schreitet diese Entwicklung durch Ausschreibungen der öffentlichen Waldbesitzer voran.

Im Privatwald ist diese Entwicklung in vielen Regionen nicht so stark ausgeprägt. Hier haben sich teilweise sogar Strukturen gebildet, mit denen die regionalen Forstunternehmer zu fairen Konditionen eingebunden werden.

Zukunft im Blick

Der Deutsche Forstunternehmer Verband e.V. (DFUV) wird zukünftig eine zunehmend differenzierte und in vielen verschiedenen Bereichen tätige Unternehmerschaft vertreten müssen. Damit steht auch die Verbandsarbeit in ihrer bisherigen Form auf dem Prüfstand. Eine dauerhafte und professionelle Organisation wird künftig zwingend nötig sein. Daher ist mit dem von DFUV-Delegiertenversammlung und Gesamtvorstand beschlossenen Projekt 2012 eine Zielrichtung vorgegeben, die mit einer politischen Zusammenarbeit mit dem BSHD und einem Hauptstadtbüro in Berlin die Grundlage der berufständischen Arbeit bildet.

Verbandsarbeit ist eine kontinuierliche und aufwändige Angelegenheit, die von vielen auf ehrenamtlicher Basis und oftmals neben den Erfordernissen des eigenen Betriebes geleistet wird. Das Projekt 2012 sieht folgendes vor. Die Verbandsarbeit des DFUV als Dachorganisation der Forstunternehmerverbände auf Bundesebene wird breiter aufgestellt, um die Branche besser zu vertreten. Das Konzept sieht insbesondere eine Öffnung für die Hersteller und Händler von Forsttechnik sowie für Versicherungsmakler, Zertifizierer und Finanzierungsgesellschaften als ordentliche Mitlieder vor. Diese Branchen und die Forstunternehmen sollen unter dem Dach des DFUV in drei Sektionen mit eigenen Sprechern und Sitz im Vorstand organisiert werden. Dieses Ziel wird bis 2012 umgesetzt, damit unsere Branche den notwendigen gesellschaftlichen, politischen und fachlichen Stellenwert erhält, der auf Grund der Leistung für die deutsche Forst- und Holzwirtschaft angemessen ist.

Hans-Jürgen Narjes,
Vorsitzender

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Kontakt

DFUV / Deutscher Forstunternehmer-Verband e.V.
E-Mail: info@forstunternehmer.org

DFUV / Hauptstadtbüro
Reinhardtstr. 18, 10117 Berlin

Tel.: 030-7202043884
Fax: 030-22320489
E-Mail: berlin@forstunternehmer.org

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