

Die Bedeutung der Forstunternehmer als Wirtschaftsfaktor für die deutsche Forstwirtschaft
ist hoch. Die Betriebe bieten, in den wirtschaftlich meist benachteiligten ländlichen Räumen, sichere und hoch qualifizierte Dauerarbeitsplätze und tragen zum Steueraufkommen der Gemeinden bei.
Zudem arbeiten sie in einem oft sensiblen natürlichem Umfeld, das mit speziellen Einsatzbedingungen große qualitative Anforderungen an Personal und Technik stellt.
Die Betriebe unserer Branche sind überwiegend zertifiziert und damit für den Einsatz in zertifizierten deutschen Wäldern qualifiziert.
Auch die sogenannten Reformen der staatlichen Forstverwaltungen sind erst durch die Einführung der Kurzholzmethode und die Verbreitung der Harvestertechnologie bei deutschen Forstunternehmern ab Ende der 80er Jahre möglich geworden. Durch die pünktliche, sichere und schnelle Versorgung mit Rohstoffen konnte die deutsche Holzindustrie Vorteile im internationalen Marktgeschehen ausnutzen.
Forstunternehmer sind als Gewerbebetriebe (klassifiziert als KMU) zwar eine relativ kleine Branche, allerdings mit einer enorm wichtigen Schlüsselfunktion. Sie stellen mit den notwendigen personellen und technischen Kapazitäten und ihrem Know- how das Bindeglied zwischen Forstwirtschaft und Holzindustrie her.
Die finanzielle Situation der deutschen Forstunternehmer wird jedoch durch einen hohen Wettbewerbsdruck und ungünstige Rahmenbedingungen zunehmend schlechter. Vor allem durch die Ausschreibungspraxis der ausgelagerten Wirtschaftsbetriebe ehemaliger Landesforstverwaltungen, hat sich der wirtschaftliche Druck enorm erhöht.
Es ist unverantwortlich diese Branche mit einer so hohen Wirtschaftskraft als eine Art „Billiglöhner“ zu behandeln. Äußerst kritisch muss in diesem Zusammenhang die Öffnung des EU-Binnenmarktes und die Freizügigkeit osteuropäischer Arbeitnehmer gesehen werden.
Das innerdeutsche Lohnniveau hat schon jetzt ein starkes West-Ost-Gefälle. Diese Entwicklung wirkt sich negativ auf die Aus- und Fortbildung und auf die Sicherung der qualifizierten Stammbelegschaften aus.
Nach neuesten Erhebungen gibt es nach unserem Berufsbild 2.692 Forstunternehmen
von denen 1.830 organisiert sind. (67,97 %)
In diesen Betrieben werden 9.032 Arbeitnehmer/innen als Stammpersonal beschäftigt.
Aushilfen und Saisonkräfte kommen bei Bedarf hinzu.
Es werden etwa
Bei einer 80%igen Auslastung können etwa 2/3 des deutschen Gesamteinschlages
durch Forstunternehmer bereitgestellt werden.

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